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Die Wächter der Erde - Die Erwachenden! Episode 8

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
🌍 Episode 8 – Die Erwachenden
🌍 Episode 8 – Die Erwachenden

Der Morgen kam langsam.

Die ersten Sonnenstrahlen glitten über die Hügel, und ein sanfter Nebel lag noch über den Wiesen, als Mira den Wald verließ. Hinter ihr rauschten die Bäume leise im Wind, als würden sie ihr nachflüstern.

Die Nacht auf der Lichtung fühlte sich an wie ein Traum – und doch wusste Mira, dass alles wirklich gewesen war.

Die Stimmen der Tiere.

Der Gesang des Wals.

Die Worte von Mutter Erde.

Alles lebte noch immer in ihrem Herzen.

Als sie den kleinen Weg hinunter ins Dorf ging, bemerkte sie etwas Seltsames.

Die Welt sah aus wie immer.

Und doch fühlte sie sich anders an.

Vielleicht, dachte Mira, lag es daran, dass sich nicht die Welt verändert hatte.

Sondern sie.

Mira ging langsam durch die kleine Straße des Dorfes.

Vor einem alten Haus saß ein Mann unter einer großen Linde. Sein Rücken war gebeugt, sein Haar silbern wie der Morgentau auf den Wiesen. Mira kannte ihn – es war der alte Jakob, der seit vielen Jahren allein lebte.

Doch heute sah sie etwas, das ihr früher nie aufgefallen war.

Jakob hatte seine Hand auf den Stamm der Linde gelegt.

Er sprach leise mit dem Baum.

Nicht mit vielen Worten.

Nicht laut.

Aber Mira konnte spüren, dass er wirklich zuhörte.

Sie blieb stehen.

Der alte Mann lächelte, ohne sich umzudrehen.

„Du hörst es jetzt auch, nicht wahr?“

Mira spürte eine Gänsehaut.

„Was hören?“, fragte sie vorsichtig.

Jakob drehte sich langsam um.

Seine Augen waren warm und ruhig.

„Den Atem der Erde.“

Mira schluckte.

„Seit wann hörst du ihn?“

Der alte Mann lachte leise.

„Schon sehr lange.“

Er sah in den Himmel.

„Doch nur wenige fragen danach.“

Mira ging weiter.

Ihr Herz schlug schneller.

Ein Stück weiter sah sie eine Frau im Garten.

Es war Marta, die Kräuterfrau des Dorfes.

Marta kniete zwischen ihren Pflanzen und hielt eine kleine grüne Pflanze vorsichtig in ihren Händen.

„Du hilfst heute jemandem“, flüsterte sie der Pflanze zu.

Dann schnitt sie ein Blatt ab und legte es behutsam in einen Korb.

Mira spürte plötzlich etwas.

Die Frau sprach nicht einfach mit einer Pflanze.

Sie sprach mit einem lebendigen Wesen.

Als Marta aufblickte, lächelte sie.

„Du warst im Wald“, sagte sie ruhig.

Mira nickte überrascht.

„Woher weißt du das?“

Marta sah sie lange an.

„Der Wald hinterlässt Spuren in den Augen.“

Mira ging weiter.

Ihr Herz war jetzt voller Fragen.

Dann hörte sie ein Lachen.

Ein kleiner Junge stand auf einer Wiese und sah in den Himmel.

„Mama!“, rief er.

„Die Amsel singt heute anders!“

Seine Mutter lachte.

„Das tun sie doch jeden Tag.“

Der Junge schüttelte den Kopf.

„Nein.“

Er legte seine Hand auf sein Herz.

„Heute singt sie fröhlicher.“

Mira blieb stehen.

Langsam begann sie zu verstehen.

Sie war nicht allein.

Überall gab es Menschen, die begannen zu hören.

Vielleicht hatten sie die Stimmen der Tiere nicht so deutlich gehört wie sie.

Doch sie fühlten etwas.

Ein leises Erwachen.

Ein Erinnern.

So wie Samen, die lange im Boden geschlafen hatten und nun im Frühling zu wachsen begannen.

Mira sah zum Himmel.

Ein Adler kreiste hoch über den Hügeln.

Und für einen Moment glaubte sie, sein Ruf sei ein Gruß.

✨ Fortsetzung morgen......


Doch in der nächsten Nacht werden die Tiere Mira noch einmal rufen – ein letztes Mal.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen. Teilen kann heilen!

Herzlichst deine Sabine Kohlhepp


 
 
 

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