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HOLISTISCHE GESUNDHEIT FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE!

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Heilsamer Oxymel – natürlicher Sauerhonig mit Kräutern

Eine wohltuende Anleitung von Sabine Kohlhepp, TCM Therapeutin

Oxymel ist ein traditioneller Kräuterauszug aus Honig, Apfelessig und Heilkräutern. Schon der Name verbindet zwei besondere Kräfte: „Oxy“ steht für sauer und „Mel“ für Honig. Gemeinsam entsteht ein Sauerhonig, der sanft, aromatisch und vielseitig einsetzbar ist.


Aus ganzheitlicher Sicht verbindet Oxymel die belebende Frische des Apfelessigs mit der nährenden Süße des Honigs und der Pflanzenkraft ausgewählter Kräuter. In der TCM können wir diese Kombination sinnbildlich als harmonisierend betrachten: Die Säure bewegt, die Süße nährt, und die Kräuter bringen ihre individuelle Wirkung mit hinein.


Warum Oxymel so wohltuend sein kann

Apfelessig bringt eine natürliche Säure mit, die traditionell zur Unterstützung der Verdauung verwendet wird. Wissenschaftlich sind viele Gesundheitsversprechen zu Apfelessig noch nicht eindeutig belegt; es gibt aber Hinweise, dass Essigsäure die Verdauung von Stärke beeinflussen und das Sättigungsgefühl unterstützen kann. Wichtig ist: Essig sollte immer verdünnt verwendet werden, da seine Säure unverdünnt Zähne und Schleimhäute reizen kann.

Honig gilt seit langer Zeit als wertvolles Naturprodukt. Er enthält verschiedene Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole, denen antioxidative, antimikrobielle und entzündungsmodulierende Eigenschaften zugeschrieben werden. Honig ist für Erwachsene und Kinder über einem Jahr im Allgemeinen sicher; Babys unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen.


Die Kräuter machen den Oxymel besonders lebendig. Je nach Auswahl kann er eher wärmend, beruhigend, magenfreundlich oder stärkend wirken. Thymian, Salbei, Ingwer, Kamille, Melisse, Lavendel, Pfefferminze, Löwenzahn oder Schafgarbe bringen unterschiedliche Pflanzenimpulse hinein. Dabei ist wichtig: Kräuter können auch Wechselwirkungen haben oder bei empfindlichen Menschen Unverträglichkeiten auslösen. Kamille kann zum Beispiel bei Allergien gegen Korbblütler problematisch sein, und Ingwer kann bei manchen Menschen Sodbrennen oder Magenreizungen verursachen.


Schritt-für-Schritt-Anleitung


1. Das Glas vorbereiten

Zuerst wird ein sauberes Bügelglas oder Schraubglas gründlich gereinigt und am besten mit kochendem Wasser ausgespült. Das ist wichtig, damit der Oxymel sauber angesetzt werden kann und die Kräuter während der Ziehzeit gut geschützt bleiben.

Nimm dir dafür bewusst einen Moment Zeit. Dieses Vorbereiten ist wie ein kleines Ritual: Das Glas wird zum Gefäß für Pflanzenkraft, Süße, Säure und Geduld.


2. Die Kräuter zerkleinern

Nun werden die Kräuter vorbereitet. Frische Kräuter sollten sauber und trocken sein. Getrocknete Kräuter können direkt verwendet werden. Größere Pflanzenteile werden etwas zerkleinert, damit ihre Inhaltsstoffe besser in die Mischung übergehen können.

Gib etwa 100 g Kräuter in das Glas. Du kannst eine einzelne Kräutermischung verwenden oder dich für eine der drei Oxymel-Ideen entscheiden: Immun-Booster, Gute-Nacht-Oxymel oder Magen-Freund.


3. Honig und Apfelessig dazugeben

Jetzt kommen 600 g Honig und 200 ml Apfelessig zu den Kräutern ins Glas. Rühre alles langsam und liebevoll um, bis sich Honig und Essig gut miteinander verbinden.

Der Honig bringt die nährende, süße Qualität hinein. Der Apfelessig bringt Frische, Bewegung und eine klare, saure Note. Zusammen entsteht eine harmonische Grundlage, die die Kräuter sanft auszieht.


4. Vier Wochen ziehen lassen

Das Glas wird gut verschlossen und an einen dunklen, eher kühlen Ort gestellt. Dort darf der Oxymel etwa vier Wochen ziehen. Einmal täglich wird das Glas sanft geschüttelt, damit sich Honig, Essig und Kräuter immer wieder verbinden.

Diese Zeit ist wichtig. Die Pflanzen geben nach und nach ihre Aromen und Inhaltsstoffe ab. Der Oxymel wird runder, kräftiger und aromatischer.


5. Filtern und abfüllen

Nach vier Wochen wird die Mischung durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch gefiltert. Die Kräuter werden entfernt, und der fertige Oxymel wird in eine saubere Flasche abgefüllt.

Bewahre ihn kühl und dunkel auf. So bleibt er länger frisch und aromatisch.


Anwendung

Für den täglichen Gebrauch kann 1 Teelöffel Oxymel in ein Glas lauwarmes Wasser eingerührt werden. Er kann auch in Tee, als Kräuterdrink, in Dressings oder als kleine Morgenroutine verwendet werden.

Wichtig: Oxymel ist ein traditionelles Hausmittel und kein Ersatz für eine medizinische Behandlung. Bei Diabetes, Magenproblemen, Reflux, Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme oder bekannten Allergien sollte die Anwendung vorher fachlich abgeklärt werden. Wegen der Säure sollte Oxymel immer verdünnt eingenommen werden.


Drei schöne Oxymel-Ideen

Immun-Booster

Diese Mischung wirkt kräftig, würzig und wärmend. Hagebutten, Thymian, Ingwer und Salbei passen besonders gut in die kalte Jahreszeit.

Zutaten:40 g Hagebutten, zerkleinert30 g Thymian20 g Ingwer, gerieben10 g Salbei


Gute-Nacht-Oxymel

Diese Mischung ist sanfter und beruhigender. Zitronenmelisse, Kamille, Lavendel und Hopfen oder Baldrianwurzel eignen sich für eine Abendroutine, wenn der Körper zur Ruhe kommen darf.

Zutaten:40 g Zitronenmelisse30 g Kamillenblüten20 g Lavendelblüten10 g Hopfenzapfen oder Baldrianwurzel


Magen-Freund

Diese Mischung ist frisch, grün und wohltuend. Löwenzahn, Schafgarbe, Pfefferminze und Fenchelsamen werden traditionell gerne rund um Verdauung, Bauchgefühl und innere Mitte verwendet.

Zutaten:40 g Löwenzahn30 g Schafgarbe20 g Pfefferminze10 g Fenchelsamen, zerstoßen


Oxymel ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie einfach alte Naturtraditionen sein können. Ein Glas, etwas Honig, ein guter Apfelessig, ausgewählte Kräuter und Zeit – mehr braucht es oft nicht, um etwas Wohltuendes für Körper, Geist und Seele entstehen zu lassen.

Sabine Kohlhepp

TCM Therapeutin

© Sabine Kohlhepp

 
 
 

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